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Pressemitteilung: Gebärdensprachverbote und ihre Folgen

DGS

Pressemitteilung 2026-06  

Gebärdensprachverbote und ihre Folgen: Aufarbeitung muss über 2002 hinausgehen
Anlässlich der Sitzung des Sozialausschusses des Bayerischen Landtags am 22. Oktober 2026 wurde unsere aktuelle Pressemitteilung zum Thema „Gebärdensprachverbote und ihre Folgen: Gemeinsam aufarbeiten und Perspektiven für die Zukunft entwickeln“ veröffentlicht. 

Das Kompetenzzentrum Gebärdensprache Bayern (KOGEBA) e. V. fordert eine umfassende Aufarbeitung der historischen Gebärdensprachverbote und ihrer langfristigen Folgen für Taube Menschen.

Dabei ist uns besonders wichtig, dass die Aufarbeitung nicht mit der gesetzlichen Anerkennung der Deutschen Gebärdensprache im Jahr 2002 endet. Vielmehr muss auch untersucht werden, welche Benachteiligungen seitdem fortbestehen und welche konkreten Veränderungen notwendig sind, um die gleichberechtigte Teilhabe Tauber Menschen zu stärken.

Wir setzen uns insbesondere für eine unabhängige wissenschaftliche Untersuchung, einen frühzeitigen Zugang zur Gebärdensprache, eine bessere Ausbildung von Lehrkräften, den Abbau bestehender Barrieren sowie die Anerkennung des historischen Unrechts ein.

Ein zentrales Anliegen ist die gleichberechtigte Beteiligung Tauber Menschen unterschiedlicher Generationen und mit vielfältigen Erfahrungen an der gesamten Aufarbeitung. Keine einzelne Person und keine einzelne Organisation kann für die gesamte Gehörlosengemeinschaft sprechen. Deshalb müssen unterschiedliche Perspektiven gehört und angemessen berücksichtigt werden.

Unser Ziel ist es, nicht nur vergangenes Unrecht sichtbar zu machen und anzuerkennen, sondern daraus konkrete politische Maßnahmen für mehr Anerkennung, Chancengleichheit und gesellschaftliche Teilhabe abzuleiten.

Erinnern – Aufarbeiten – Anerkennen – Verändern

Diese vier Schritte stehen im Mittelpunkt unseres Anliegens: Historisches Unrecht muss anerkannt, seine möglichen Folgen bis in die Gegenwart untersucht und daraus müssen konkrete Verbesserungen für die Zukunft entwickelt werden.

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